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Das Namibia-Tagebuch von Konny von Schmettau

Und weiter geht’s

abgelegt unter Tagebuch, Hintergrund, Hilfe und Entwicklung, Namibia allgemein von Kirsten @ Donnerstag, 26. August 2010 - 12.30 h

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin wieder da!  Eine lange Zeit ist vergangen, seit ich mich an dieser Stelle gemeldet habe. Das lag aber nicht daran, dass ich untätig gewesen wäre, sondern daran, dass ich in vier Ländern Afrikas unterwegs war und auf meinem Weg viele Menschen in Not getroffen habe. Durch Namibia, Botswana, Sambia und Malawi führte meine Reise, in Malawi habe ich ein Jahr lang gearbeitet. Die Internetverbindung in diesem kleinen Land am großen Malawi-See war nur  sporadisch vorhanden, aber jetzt bin ich nach Namibia zurückgekehrt und freue mich darauf, Ihnen wieder regelmäßig über unsere Charity-Aktionen zu berichten!

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Das Leben der Menschen Malawis ist noch sehr in Jahrhunderte alten Traditionen verhaftet. Eine Infrastruktur, wie wir sie in Europa gewohnt sind, ist nicht vorhanden. Die Versorgung mit Wasser und Strom gibt es nur in den größeren Städten und an Orten, die sich dem Tourismus geöffnet haben. In den meisten Dörfern existieren solche Errungenschaften der modernen Welt und Technik schlichtweg noch nicht. Ebensowenig sind Telefon- oder Internetverbindungen für die ländliche Bevölkerung vorhanden.

Die Schulausbildung ist entsprechend dürftig und sexuelle Aufklärung ein absolutes Tabu. Nicht nur junge Menschen haben absolut keine Ahnung von Verhütung, Familienplanung geschweige denn von der Gefahr der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten oder AIDS bzw. dem HIV-Virus. In Gesprächen mit Frauen oder Männern selbst mittleren Alters habe ich immer wieder festgestellt, dass der Ablauf des weiblichen Zyklus völlig unbekannt ist!

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Ein Beispiel: In Malawi gratulierte ich einem 50-jährigen Mitarbeiter zur Geburt seines gesunden Sohnes. Freudestrahlend berichtete er mir, dass es sich um sein neuntes Kind handelt! „Nun musst du aber aufhören“, sagte ich freundlich, „das wird deiner Frau doch viel zuviel, noch weitere Babys zu bekommen, und ihr wollt doch auch all eure Kinder gesund erhalten und zu Schule schicken!“ Völlig schockiert schaute er mich an und rief: „Aber ich kann doch nicht aufhören, mit meiner Frau zu schlafen! Wir sind doch noch jung!“ Worauf ich ihm antwortete: „Du sollst doch nicht aufhören, mit deiner Frau zu schlafen, sondern nur damit, weitere Babys zu machen!“ – Und so begann ich am Malawi-See eine regelrechte Aufklärungskampagne zur Familienplanung …

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Die wenigsten Familien in ländlichen Gebieten haben die finanziellen Mittel, ihre Kinder in eine Schule zu schicken, die meisten Eltern haben selbst nie eine Schule von innen gesehen. Entsprechend bleibt das Bildungs- und Aufklärungsniveau so, wie es vor Jahrhunderten war. Umso wichtiger waren einfach gehaltene Anleitungen, die nun von denen, die ich geschult habe, an ihre Mitmenschen weitergegeben werden. Inzwischen haben sich mehrere internationale Organisationen dieses Problems angenommen und führen Aufklärungskampagnen zur AIDS-Verhütung durch.

Nach einer langen Reise, die mich mit meinem 37 Jahre alten Mercedes 280 E den 3.000 km weiten Weg vom Malawi-See zurück in meine Wahlheimat Swakopmund führte, lebe und arbeite ich nun wieder in Namibia und helfe hier weiterhin „meinen“ Müttern und Kindern in Not.

Alle haben sich riesig gefreut, dass ich zurückgekehrt bin - und ich habe mich darüber gefreut, dass unser Engagement schon Früchte getragen hat, denn die Kinder konnten auch weiterhin die Schule besuchen.

Jetzt, da ich wieder da bin,  starten auch unsere direkten und konkreten Hilfsaktionen erneut – mit Kleidung, Lebensmitteln und natürlich Schulgeldern und all den vielen kleinen und großen Dingen, die man für das tägliche Leben benötigt.

Damit wir die nachhaltige Aufklärungsarbeit zu den Themen AIDS, Geschlechtskrankheiten und ungewollten Schwangerschaften vorantreiben können, stecke ich derzeit über beide Ohren in den Vorbereitungen für ein ganz großes Charity-Event in Swakopmund. Gemeinsam mit Successity, meinen namibischen und meinen deutschen Teams organisieren wir für die Aktion “Mützen für Afrika” ein großartiges Benefiz-Konzert  mit bekannten Künstlern wie Ees und Gazza, in dessen Rahmen den Kindern und Jugendlichen jeweils eine Mütze mit einem Kondom überreicht werden soll.

Unter dem Motto dieses Events  „So wie eine Mütze euren Kopf vor Sommerhitze und Winterkälte schützt, schützt euch ein Kondom vor Geschlechtskrankheiten, AIDS und ungewollter Schwangerschaft“ führen wir derzeit landesweit Aktionen und Aufklärungskampagnen durch.

Solch ebenso große wie großartige Charity-Aktionen brauchen natürlich Ihre Unterstützung - sei es finanziell durch eine Spende, ein Sponsoring oder eine Mitgliedschaft in unserem internationalen Verein “Successity bewegt e. V.” oder ideell durch tatkräftige Hilfe in unseren Teams in Deutschland und Namibia oder durch wertvolle Kontakte zu weiteren potentiellen Unterstützern und Sponsoren.

Helfen Sie mit, indem Sie unsere Arbeit im Rahmen Ihrer Möglichkeiten unterstützen - mit einer Spende, einem Sponsoring oder einer Mitgliedschaft in unserem Charity-Verein “Successity bewegt e. V.”, durch die Sie mit einem kleinen Beitrag von gerade mal 2,50 Euro pro Monat zu einem wichtigen Unterstützer unserer Charity-Projekte werden.

Helfen Sie mit - und freuen Sie sich mit uns über jedes einzelne Menschenleben, das wir gemeinsam retten!

Herzliche Grüße aus Swakopmund, Namibia
Ihre und Eure
Konny von Schmettau

Hier geht’s zu unserer offiziellen Charity-Seite:
http://namibia.successity.de/

Konzepte & Pläne für Charity & Co.

abgelegt unter Namibia allgemein von Kirsten @ Montag, 23. Februar 2009 - 17.11 h

Konzepte & Pläne für Charity & Co.

Lange habe ich mich an dieser Stelle nicht gemeldet, aber das bedeutet nicht, dass ich untätig war, sondern viel unterwegs. Zum Beispiel vier Wochen in Deutschland, um mich u.a. mit Redaktionen und Sponsoren zu treffen. Und es hat sich einiges entwickelt!

Inzwischen wächst unser Team, das sich in Namibia wie Deutschland für unser geplantes Projekt, dessen Umsetzung und Finanzierung einsetzt. Allen voran in Deutschland: Dr. Kirsten Mennenga, die sich mit www.successity.de und ihrem weltweiten Team aktiv einbringt. Mützen, Kappen und Hüte stapeln sich inzwischen in ihrer Garage und werden für den Versand vorbereitet.

Gaby Barg  hat ein weiteres Buch geschrieben, und zwar das Bar-Buch “Die Lieblingscocktails meiner prominenten Freunde” des Barkeepers Barry Walker: Von jedem verkauften Buch soll ein Euro als Spende an Successity bewegt e.V. gehen.

René Elsässer hat auf einer Kinder- und Jugendmesse in Quakenbrück knapp 700 Mützen für unsere Aktion gesammelt.

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Die Grafikerin Astrid Wehling hat in Sydney/Australien unsere Flyer kostenfrei gestaltet.

Susanne Hagedorn stellt mit ihrer Tochter zusammen in der Schule unsere Hilfsaktionen vor - und so weiter.

Aus allen Ecken Deutschlands kommen Pakete mit Mützen für Afrika. So hat auch die Klasse 8a der Elisabeth von Thüringen- Realschule 37 Mützen gesammelt. Das alles ist einfach toll!

In der Schweiz werkelt Michael Schüchen mit seiner Firma Vi-tu (was aus der Bantu-Sprache stammt und so viel wie „Dinge“ bedeutet) an einem großartigen Projekt: Unter www.vi-tu.de - Die einzigartige Verlosungsplattform mit Herz - wird ab Anfang März 2009 eine völlig neuartige Internetpräsenz online gestellt, bei der jedermann Dinge versteigern kann – aber nicht wie in anderen Portalen. Sondern bei Vi-tu wird darum gespielt. Lassen Sie sich überraschen! Ein Blick hinter die Kulissen hat uns total begeistert!

Und vor allem sind wir begeistert von dem Konzept, dass von JEDEM Artikel dieser Plattform 25 % für Charity gespendet werden! Unter mehreren weltweiten Hilfs- organisationen ist auch unser noch kleiner, aber feiner gemeinnütziger Verein dabei, und zwar als Referenzprojekt. Unser geplantes Lebens-Lernzentrum steckt mitten in der Planung und unser Motto lautet: „Successity und Raffity machen Schule!“

Anna Schüchen und ihre Freundinnen haben Babykleidung gekauft, die ich mit nach Namibia gebracht habe, um sie Familien in Not zu übergeben. Und ich habe von unserer Sammelaktion bereits 15 Kg Mützen nach Namibia mitgebracht. – Habe ich mich abgeschleppt, uff! Aber es hat sich gelohnt, denn bei uns kommt jede Spende dort an, wo sie benötigt wird: bei Menschen in Not.

Hier in Namibia werde ich inzwischen von Peter Brüggemann tatkräftig unterstützt. Gemeinsam konzipieren und organisieren wir den Aufbau unseres Projektes. Unter anderem planen wir mit dem einzigen weißen Kwaito-Musiker EES ( http://www.eesy-ees.com/ ) und seinen namibischen Kollegen ein Benefiz-Konzert. Dort werden Mützen und Kondome an Jugendliche verteilt, um ihnen unsere Aktion „Mützen für Afrika“ zum Schutz gegen AIDS nahe zu bringen. Unsere Musiker tragen selbst stets Mütze oder Hut und setzen sich aktiv für unsere Aktion ein, um gemeinsam junge Menschenleben zu retten.

Anfang Dezember trafen wir uns mit einer Fernseh-Redakteurin in Köln, die gerne eine Reportage über unser Projekt sowie unsere Mützen-Aktion erstellen möchte. Willi Hähner und seine Kollegin Ulli vom namibischen Rundfunk NBC – deutsches Programm – unterstützen unsere Aktionen durch Berichte und Interviews. Immer wieder berichten sie live von unseren Aktionen und Sponsoren. Zudem moderierten wir drei gemeinsam im Dezember vom Ankerplatz in Swakopmund die Quizsendung „Köpfchen Köpfchen“, bei der es unter anderem auch um Charity ging. Heiterer Nebeneffekt: Ganz Namibia weiß, wie es mir geht. Neulich lag ich einige Tage mit Grippe im Bett und musste daher einen Interviewtermin mit Willi Hähner verschieben. Was macht Willi? Er berichtet live am Radio, dass Konny von Schmettau krank ist, aber hoffentlich bald wieder auf den Beinen etc. – Sie glauben nicht, wie viele Genesungswünsche ich daraufhin erhielt! Also, immerhin bleibt es hier stets lustig :)

Mit der Bürgermeisterin Swakopmunds Germina Shitaleni, dem Ministerpräsidenten der Erongo-Region (zu der Swakopmund gehört) Samuel Nuujoma (nein, nicht dem ehemaligen Präsident Namibias), der örtlichen Zweigstelle von Medicos del Mundo, den Johannitern in Windhoek sowie dem namibischen Gesundheitsministerium führte ich ausgiebige Gespräche. Sie alle wollen uns gerne bei Anträgen, Konzeptionen und mit wertvollen Informationen unterstützen. Auch die Anti-AIDS-Kommission unserer Region will Successity bewegt e.V. in die Liste ihrer Projekte aufnehmen, so dass wir schon bald Hilfsgüter Steuer- und Zollfrei nach Namibia einführen dürfen.

Unser herzlicher Dank gilt allen Unterstützern, tatkräftigen Helfern, Spendern und Sponsoren! Leider kann ich nicht jeden Einzelnen hier nennen, das würde den Rahmen sprengen.
Einige prominente Unterstützer sowie weitere Informationen über Successity bewegt e.V. können Sie auf unserer Charity-Webseite ersehen:

http://namibia.successity.biz/

In den nächsten Tagen wird unser Projekt-Konzeption soweit gediehen sein, dass ich es hier im Blog vorstellen kann. Jetzt wird’s richtig spannend!

Herzliche Grüße aus dem schönen Namibia
Ihre und Eure
Konny von Schmettau

1001 Mützen für Menschen in Not

abgelegt unter Namibia allgemein von Kirsten @ Dienstag, 2. September 2008 - 16.49 h

1001 Mützen für Menschen in Not

Unser Aufruf und unsere Presseaktionen, „Mützen für Afrika“ zu sammeln, hat inzwischen weltweit Aufmerksamkeit erregt. Weltweit? Ja, tatsächlich beteiligen sich Menschen in Europa, Asien, Australien, USA und Afrika an unserer Aktion, wir sind völlig überwältig! Das virtuelle Team des Netzwerks Successity.de macht es möglich, dass wir Kinder und Jugendliche in Namibia aktiv auf die Gefahren von AIDS aufmerksam machen können. Auch die regionalen Behörden Namibias haben sich von unserer Begeisterung anstecken lassen und grünes Licht für unsere landesweiten Aktionen gegeben.

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Nun müssen wir verstärkt daran gehen, einen Containerversand zu finden, der uns mit dem Transport der gespendeten Mützen, Kappen und Hüte von Deutschland nach Namibia unterstützt. Auch innerhalb Namibias müssen die Aktionen und der Transport der Mützen sowie Kondome, die ja unbedingt zu unserer Aufklärungskampagne dazu gehören, organisiert werden. Bis Ende des Jahres läuft unsere „Mützen für Afrika“-Aktion noch, dann legen wir in Namibia richtig los.

Neben dem Sammeln von Mützen und weiteren Spenden haben sich inzwischen auch private Spender sowie Firmen gemeldet, die unsere aktive Hilfe für Menschen in Not unterstützen möchten. Und zwar teilweise mit Sachspenden, teilweise durch Geldbeträge. Das uns entgegengebrachte Vertrauen bestärkt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn das Schönste bei unseren Hilfsaktionen ist: Es entstehen keine Verwaltungskosten! Jeder gespendete Betrag kommt genau da an, wo er dringend benötigt wird: bei Menschen, die ohne Hilfe von außen keine Chance haben auf ein selbst bestimmtes Leben in Menschenwürde.

Unser gemeinnütziger Verein „Successity bewegt e.V.“

Um jederzeit transparent arbeiten zu können, haben wir den gemeinnützigen Verein „Successity bewegt e.V.“ mit Sitz in Minden gegründet. Dort, bei Successity.de-Chefin Dr. Kirsten Mennenga laufen alle Fäden zusammen. Und dort stapeln sich in der Garage Kisten und Kartons mit Spenden für unsere Kinder und Familien in Namibia. Dort werden die Anfragen aus aller Welt und unsere Aktivitäten koordiniert.
Ein Spendenkonto wurde eingerichtet und wir haben eine Webseite gebaut und online gestellt, die unter nachstehendem Link zu erreichen ist:
http://namibia.successity.biz/

Nun sind wir neben all den organisatorischen Fragen natürlich auch vor Ort nicht untätig geblieben. So habe ich drei deutsche Lehramtsstudentinnen, die vier Monate in Namibia hospitieren, dafür gewinnen können, an ihren freien Nachmittagen ehrenamtlich mit mir gemeinsam eine Feldstudie im Armenviertel DRC unweit Swakopmunds durchzuführen, in der keine nennenswerten Infrastrukturen existieren.
Es gibt keinen Strom und Trinkwasser kann nur durch Automaten abgezapft werden. Die DRC ist eine der in Namibia häufig anzutreffenden Ansiedlungen von Menschen aus allen Landesteilen und Bevölkerungsgruppen, die ihre Dörfer verlassen haben, um sich in der Nähe von Städten anzusiedeln, in der Hoffnung auf Arbeit. Nur gibt es leider für die wenigsten einen Job und so leben sie in großer Armut und Hoffnungslosigkeit. Der Staat kann sie nicht wirklich versorgen und die Gemeinden stehen etwas hilflos vor der Situation, dass sie diese „wilden“ Siedlungen dulden, aber nicht wissen, wie sie helfen sollen.
In der DRC leben schätzungsweise 2000 – 3000 Menschen ohne die Perspektive auf ein besseres Leben. Nur wenige Kinder besuchen einen Kindergarten oder eine Schule.

Eine Feldstudie im Armenviertel DRC

Im Rahmen unserer Feldstudie wollen wir herausfinden, wie viele Menschen und Familien in etwa in der DRC leben, wie viele Kinder ohne Schule und Kindergarten sind, wie viele allein erziehende Mütter es gibt, wie sie leben und natürlich: Welche Träume und Ziele sie haben.
Mit dieser Grundlage können wir ganz gezielt heraus kristallisieren, in welcher Weise eine nachhaltige Unterstützung sinnvoll und durchführbar ist.

Der Bildungsstand ist im Durchschnitt gesehen sehr niedrig. Viele der allein erziehenden Mütter und ihre Kinder sprechen nur wenig Englisch. Es gibt eine ganze Reihe von Analphabeten. Ohne Ausbildung und ohne Arbeit haben sie keine Hoffnung und keine Perspektive.

Daher möchte ich mit Ihrer und eurer Unterstützung ein auf Nachhaltigkeit basierendes Lebenshilfe-Projekt aufbauen.
Sehr gut wäre es, eine so genannte Brückenschule aufzubauen, in der Kinder ab dem 10. Lebensjahr sowie Jugendliche, die noch keine Schule besucht haben und evtl. auch junge Mütter die Grundlagen wie Lesen, Schreiben, Rechnen erlernen. Gleichzeitig sollte diese Brückenschule Sport und Spaß, theoretisches und praktisches Handwerk einbeziehen. Also Lernen, Arbeiten, Leben – mit einer echten Perspektive auf eine selbst bestimmte Zukunft.

Man könnte Jugendliche z.B. in Schreinerei und Autowerkstatt ausbilden, also Projekte mit ihnen selbst aufbauen, die von der Gesellschaft gebraucht werden. Damit können später vor Ort Möbel etc. gebaut und Autos fachmännisch repariert werden. Mit dem Erlös bzw. Einkommen aus solchen Projekten können weitere Projekte finanziert werden.
Frauen und Mädchen können Handarbeiten, Körbe, Matten und Kunsthandwerk herstellen, das man in einem kleinen Laden verkauft. Der Großteil des Erlöses geht dann an diejenigen, die diese Dinge herstellen. Ein kleiner Teil würde nach und nach die Kosten tragen und mit etwas „Profit“ könnten Materialien eingekauft sowie die Lebensbedingungen der Familien verbessert werden.

Für die Kinder böte eine solche Brückenschule Lernen, Spiel und Spaß. Mit einem guten Angebot im Sport – alle afrikanischen Jungs lieben Fußball! – holen wir Kinder und Jugendliche von der Straße.

Dies sind meine Gedanken zu einem sinnvollen und nachhaltigen Projekt, das nach und nach ausgebaut werden kann. Je nach Bedarf und Anforderungen kann ein solches Lebenshilfe-Projekt sich unter Einbeziehung der Menschen des Dorfes weiter entwickeln.

Neben dem Aufbau einer Brückenschule als erstem praktischem Projekt möchten wir Verantwortung auch für die Familien des Dorfes übernehmen. Also Schulgelder für Kinder bezahlen und ihnen die Grundlagen für den Schulbesuch zur Verfügung stellen: Lehrmaterial, Schulkleidung, Schuhe etc. Allein erziehende Mütter möchte ich besonders unterstützen, da sie es meist sehr schwer haben. Wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, mit ihrem Handwerk eigenes Geld zu verdienen, gewinnen sie an Selbstsicherheit und Hoffnung. Frauen, die handwerklich begabt sind, können die anderen darin unterrichten.
In der Brückenschule müssten nicht nur ausgebildete Lehrer unterrichten, sondern auch versierte Handwerker und Frauen mit praktischer Erfahrung sollen einbezogen werden. Anzudenken wäre auch, teilweise mit Praktikanten aus Deutschland zusammen zu arbeiten, die durch Programme wie „Worldwide“ finanziert werden.
Die drei Praktikantinnen, die mich bei der Feldstudie unterstützen, studieren in Deutschland Lehramt und helfen derzeit ehrenamtlich.

Dorfpatenschaften und Mikrokredite

Eine Dorfpatenschaft – die z.B. durch verschiedene Sponsoren oder Spender finanziert werden könnte – wäre wirksam für alle, die dringend auf Hilfe von außen angewiesen sind, bis sie sich aus eigener Kraft (mit einem Anschubs von uns, versteht sich) eine kleine Existenz aufbauen können.
Hier wäre auch das Konzept von Mikrokrediten sehr sinnvoll: Kleinkredite werden für eine bestimmte Dauer zinsfrei zur Verfügung gestellt, um eine Existenz aufzubauen. Nach der Rückzahlung wird dieses Geld wieder neuen Kleinkredit-Nehmern zur Verfügung gestellt. Dieses Prinzip funktioniert sehr gut, wenn man es gut strukturiert und den Frauen, die es annehmen möchten, entsprechende Beratung und Unterstützung zukommen lässt.

Was halten Sie von unseren Zielen und geplanten Projekten? Haben Sie weitere Idee und Anregungen? Möchten Sie uns unterstützen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback! Gemeinsam können wir viel bewegen und Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren wurden, Hoffnung und eine Perspektive geben. Helfen Sie mit!

Mit frischem Schwung und herzlichen Grüßen aus Namibia
Ihre und Eure
Konny

PS: Das Foto stammt übrigens vom Fotografen Veit Mette aus Bielefeld und wurde uns von Frau Hertz-Eichenrode zugesandt. Herzlichen Dank dafür!

abgelegt unter Tagebuch, Hilfe und Entwicklung, Namibia allgemein von Kirsten @ Dienstag, 15. Juli 2008 - 15.35 h

Unsere Mützen-Aktion läuft auf vollen Touren!

Wir sind ganz überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft, die uns seit dem Start der Aktion „Mützen für Afrika“ entgegengebracht wird!
Schon füllt sich das Haus von Kirsten Mennenga in Minden mit Kisten und Kartons – Mützen, Mützen, Mützen!

Ein herzlicher Dank geht an die Spender: Esther Steinkopf aus München, U. Haug aus dem österreichischen Bad Ischl, Frau Völlmecke und Ihre Kollegen der Mineralquellen Wüllner aus Griesheim, Barbara Hertz-Eichenrode aus Berlin, Anja Kaspari aus Oberwesel, Firma Hilger und Kern aus Mannheim, die Firma Fibrisol-Muscalla aus Viernheim, Stefanie Berg und die Conosco-Belegschaft sowie Birgit Scharnowski-Huda aus Adelebsen.

Unser ganz besonderer Dank geht an Andrea Steubesand aus Köln, die mit ihrem krebskranken Mann eine schwere Zeit durchsteht und dennoch durch ihre Spende namibischen Kinder in Not hilft: http://www.18000-mal-hoffnung.de

Es gibt inzwischen eine Sammelstelle für den Mühlenkreis: Öffentlichkeitszentrum der Diakonie, Kleiner Domhof 23, 32427 Minden.

Die Successity-Moderatorin Susanne Hagedorn hat jüngst auf dem Marktplatz im norddeutschen Borken eine Sammelaktion gestartet und etliche Mützen für Afrika gesammelt. Und natürlich 1001 Frage beantworten müssen, warum – wieso – wofür Mützen in Afrika helfen können. Danke Susanne!

Rund um den Erdball setzen sich Menschen für unsere Mützen-Aktion ein, es ist kaum zu glauben: Engagierte Menschen aus Europa, Australien und USA stehen gemeinsam dafür ein, Kinder in Namibia zu unterstützen. Ich kann nur sagen: Ich freue mich riesig, dass Sie uns alle helfen, zu helfen!

Prominente Unterstützer

Die ersten prominenten Unterstützer haben sich gemeldet. Aus Deutschland sind bisher dabei: Hermann Scherer (Autor), Gundula Gause (ZDF), Sabine Asgodom, die Schauspieler Ron Matz und Raphael Vogt (Schauspieler). Letzterer hat auch Mützen für Afrika gesandt.
Auch in Namibia haben wir bereits zwei Prominente in unsrer Boot gegen AIDS geholt: Den Gouverneur der Erongo-Region Samuel Nuujoma (nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen Staatspräsidenten) sowie den Opernstar Deon the Diva.

Schon bald kann man alle Neuigkeiten auch auf einer eigenen Webseite für unsere Charity-Aktionen nachlesen. Die Webadresse gebe ich demnächst hier bekannt, sobald die Seite fertig gebaut ist. Dank Philip Wette wird sie richtig klasse!

Gemeinnütziger Verein

Ob der großen Resonanz hat sich das Team von Successity dazu entschlossen, einen Gemeinnützigen Verein zu gründen und ein entsprechendes Spendenkonto einzurichten. Denn nicht nur Sachspenden, sondern auch finanzielle Unterstützung wurde uns angeboten und damit alle Spenden auch genau dort ankommen, wo sie benötigt werden – nämlich bei Menschen in Not – wird der Verein „Successity Bewegt“ für stetige Transparenz sorgen.

Die aktuellen Aktionen sind auch zu verfolgen unter:
http://www.successity.biz/mods/forum/forum.php?ph_show=threads&ph_id=173

Bitte melden Sie sich dazu kostenlos bei Successity an, so dass Sie alle Informationen abrufen können.

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Michael und Anna Schüchen waren jüngst zu Besuch bei mir in Swakopmund, nachdem sie von unserer Mützen-Aktion gehört hatten. Gemeinsam besuchten wir das Armenviertel DRC (Democratic Resettlement Community) ca. 10 km außerhalb Swakopmunds. In der DRC gibt es keinen Strom, Wasser kann nur gegen Barzahlung aus Automaten entnommen werden. Schätzungsweise 2000 Menschen leben hier ohne nennenswerte Infrastruktur in einfachen Hütten aus Blech und Pappkartons. Es gibt keine Schule für die Kinder, keine Arbeit für die Erwachsenen. Hier würden wir sehr gerne aktiv, um diesen Menschen den Weg in eine bessere Perspektive zu eröffnen.

Michael Schüchen hat Fotos aus der DRC online gestellt:
http://www.michael-schuechen.de/temp_k_v_schmettau/fotos.html

Zu guter Letzt für heute hier nochmals die Anschrift von Successity-Chefin Kirsten Mennenga, an die Mützenspenden gesandt werden können:

Dr. Kirsten Mennenga
Aktion “Mützen für Afrika“
Am Kohlgraben 75
32429 Minden, Deutschland

In den nächsten Tagen bin ich wieder in Okahandja und Karibib unterwegs, um Spenden zu übergeben. Ich melde mich anschließend mit einem aktuellen Bericht.

Herzliche Grüße aus Swakopmund und nochmals meinen herzlichen Dank an alle Unterstützer!

Ihre und eure
Konny von Schmettau

Mützen schützen gegen AIDS - Eine Spendenaktion der besonderen Art

abgelegt unter Tagebuch, Hilfe und Entwicklung, Namibia allgemein von Kirsten @ Dienstag, 13. Mai 2008 - 20.41 h

Haben Sie noch irgendwo in Ihrem Schrank eine alte Mütze oder einen alten Hut? Dann lesen Sie bitte weiter, denn mit dieser Mütze können Sie helfen, Menschenleben zu retten…

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Im Zeitalter von AIDS ist es von immenser Wichtigkeit, die Aufklärung der Bevölkerung zu fördern. Bei uns in Deutschland klappt das gut, aber in Namibia und vielen anderen Ländern Afrikas ist AIDS/HIV leider immer noch ein großes Tabu-Thema. Darum muss man sich ständig etwas Neues einfallen lassen, um vor allem die Jugendlichen als Gefahrengruppe Nummer 1 aktiv in den Gedanken Verhütung und Schutz vor AIDS und Geschlechtskrankheiten einzubinden.

Lesen Sie heute meinen Tagebuch-Eintrag als Pressemitteilung:

Eine ganz besondere Idee hatte Konny von Schmettau, die in Namibia lebende und sozial engagierte Inhaberin der Presseagentur Hippos Press Agency CC (www.hippos.de).
Zusammen mit Dr. Kirsten Mennenga, der Gründerin des Business-Netzwerkes www.successity.de hat sie eine Pro-Kondom-Aufklärung für Jugendliche in Namibia unter dem Motto “Mützen für Afrika” ins Leben gerufen hat, die ihresgleichen sucht.

Mützen und Kondome gegen AIDS

Hintergrund dieser Aktion ist, dass Kinder und Jugendliche speziell in Namibia Kopfschmuck lieben - egal ob Base cap, Wollmütze, Tirolerhut oder Zylinder, sie sind ganz verrückt nach Kopfbedeckungen jeder Art. Aus dieser Vorliebe entstand die Botschaft der Aktion: “So wie die Mütze euren Kopf vor Sommersonne und Winterkälte schützt, so schützt ein Kondom euch vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft.” Ziel der Aktion ist es, so vielen Kindern und Jugendlichen wie möglich eine Mütze mit genau diesen Worten und einem Kondom zu überreichen, als Erinnerung daran, wie wichtig der Schutz vor AIDS und Geschlechtskrankheiten ist.

“Mützen für Afrika” - Unter diesem Motto startet nun deutschlandweit eine Sammelaktion, bei der auch Sie, liebe Leser, helfen können - mit geringem Aufwand und großer Wirkung!

Wie Sie dabei helfen können? Ganz einfach - mit einer Mütze!

Bestimmt haben auch Sie noch eine Kappe, eine Kindermütze, einen alten Hut vom Opa oder irgend eine x-beliebige Kopfbedeckung im Schrank herumliegen, die sie nicht mehr brauchen.
Oder Sie sind in einem Unternehmen oder einem Verein, wo zu Werbezwecken stets ein paar Base caps parat liegen?

Sammeln Sie mit, in Ihrem eigenen Kleiderschrank, bei Nachbarn, Kollegen, Freunden, Verwandten und Bekannten, und schicken Sie einfach alles, was auf den Kopf passt, an die Gründerin von www.successity.de :

Dr. Kirsten Mennenga
Aktion “Mützen für Afrika“
Am Kohlgraben 75
32429 Minden, Deutschland

Dort werden Ihre Mützen und Hüte gesammelt und per Flugzeug nach Namibia geschickt, denn Mützen und Hüte schützen vor Hitze und Kälte, sind in Afrika absolut beliebt und dienen als wunderbares Symbol für diese Pro-Kondom-Aufklärung! Mit dem Effekt, dass jeder, der eine Kopfbedeckung aufsetzt, die Assoziation zum Schutz vor AIDS damit verknüpft.

Machen Sie mit und unterstützen Sie diese großartige Aktion mit einem einfachen Blick in Ihren Kleiderschrank!

Weitere Infos zu dieser Aktion finden Sie unter www.successity.de und im Charity-Blog von Konny von Schmettau: http://www.successity.biz/successityblog/

Wir freuen uns über jede Unterstützung! Sei es, indem Sie selbst eine Kopfbedeckung spenden oder welche sammeln oder indem Sie unseren Aufruf veröffentlichen. – Jede Unterstützung ist willkommen und bewegt Gutes.

Herzliche Grüße aus Namibia
Ihre und eure
Konny von Schmettau

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