Charityblog von Konny von Schmettau

Das Namibia-Tagebuch von Konny von Schmettau

Victor und seine Freunde in Okahandja

abgelegt unter Tagebuch von Konny @ Donnerstag, 13. März 2008 - 17.52 h

Victor und seine Freunde in Okahandja

Unser Besuch in Okahandja war wieder einmal wunderschön, unsere Kinder und Mütter haben sich riesig gefreut. Besonders der kleine Victor: Er stand schon am Gartenzaun, als Tante Konny um die Ecke gefahren kam.

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Über seine Geschenke in Form von Kleidung und viel gesundem Obst hat er sich sehr gefreut, das Moderatorenteam von Successity hatte wieder für sein gemeinsames Patenkind gesammelt. Die Narben von seiner Verbrennung sehen schlimm aus, sie jucken stark und wir versuchen nun, eine gute Salbe für ihn zu bekommen, die zumindest den Juckreiz nimmt. Er ist sehr ernsthaft, der Kleine, als Waisenkind mit nur einem funktionierenden Auge und auffälligen Verbrennungsnarben hat er es besonders schwer.

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Und über die selbst gestrickten Socken haben sich besonders die kleinen Mädchen gefreut, so etwas Schönes bekommen sie nur sehr selten in ihrem Leben. Die Babyjäckchen – ebenfalls von Brigitte Wehling - wurde von den schwangeren Frauen mit großer Freunde entgegen genommen.

Große Not herrschte wieder bei unserem Großvater, dem ehemaligen Schuh- macher, und dessen Familie. Dort wohnen inzwischen zehn Kinder, zu Essen aber haben sie so gut wie nichts. Bei meinem nächsten Besuch muss ich unbedingt mehr mitnehmen, die Familie ist schier am Verhungern. Auf jeden Fall habe ich bei meiner Mitarbeiterin Sylvia Geld für die Familie dagelassen, sie kann dann nach und nach einkaufen, was dringend benötigt wird.
Ansonsten gebe ich grundsätzlich kein Bargeld heraus, die Gefahr, dass die Männer das Geld vertrinken, anstatt den Kindern Nahrung zu kaufen, ist besonders in den Armenvierteln viel zu groß. Also nehmen wir stets Sachspenden mit, die sich nicht einfach weiterverkaufen lassen, wir wollen ja, dass unsere Spenden da ankommen, wo sie dringend benötigt werden: Bei Frauen und Kindern in besonderen Notsituationen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder Engpässe bei der Zahlung von Schulgeldern. Das namibische Schuljahr beginnt im Januar, und einige unserer Kinder konnten nicht in die Schule zurückkehren, da die Familien das Schulgeld nicht zusammen hatten. Also haben wir entsprechend Schulgelder gezahlt, denn Ausbildung ist die wichtigste Voraussetzung für unsere Kinder, um in eine selbstbestimmte Zukunft hinein zu wachsen. Besonders schlimm war die Situation für Jackson, der mangels Schulgeld das 10. Schuljahr nicht besuchen konnte. Er hat sich so gefreut, dass er nun seinen Schulabschluss machen kann!

Glücklich sind auch die Kinder der Klassen 9 und 10 der Karibib Junior Secondary School, denn sie haben nun Partnerklassen in Salzburg! Auf Initiative der Salzburger Lehrerin Daniela Fish-Cottogni haben ihre SchülerInnen persönliche Briefe und Bilder zu mir gesandt, und nun schreiben die Karibiber Kinder nach Salzburg zurück. So ein internationaler Austausch bringt allen Beteiligten viel, vor allem die Brieffreundschaften geben den Schülerinnen und Schülern in Europa und Afrika gute Einblicke in die Welt des jeweils anderen Kontinents. Nun sammeln die Salzburger mit verschiedenen Aktionen für ihre afrikanischen Partnerklassen, denn an der Karibib Junior Secondary School fehlt es an vielem Wichtigen, wie Heften, Stiften, Büchern und anderem Schulmaterial. Ganz herzlichen Dank nach Salzburg!

Ich danke allen, die sich für unsere Kinder einsetzen, für ihre Untertstüzung, so dass wir weiterhin helfen können!

Herzliche Grüße aus Namibia
Ihre und eure
Konny von Schmettau

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