Glückliche Kinder in den Slums von Okahandja
Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe! Wir sind von Windhoek in die Kleinstadt Karibib am Rande der Wüste Namib umgezogen und mussten uns erst im neuen Zuhause einrichten.
Trotz Umzugsstress war ich vor zwei Wochen in Okahandja, das rund 180 km von Karibib entfernt liegt. Und endlich hat der kleine Victor seine Geschenke bekommen! Victor hat nämlich deutsche Pateneltern, das Moderatorenteam von Successity, und die haben für ihn Patengeld überwiesen und sogar per Paket nach Namibia wunderschöne Sachen geschickt.

Jeans und Shorts, T-Shirts und Basecap und herrliche Spielsachen hat Victor von Successity bekommen, die passenden Schuhe hatte aus Bielefeld Sigrun Prange gesandt. Von Sigrun kamen noch mehrere Kinderschuhe, sie alle sitzen jetzt gemütlich an kleinen Kinderfüßen in Okahandja. Euch allen ein ganz herzliches Dankeschön!!!
Nun muss ich dazu erzählen, dass Victor gerade geschlafen hatte, als wir ankamen und noch etwas verknautscht war. Die Löwen-Wärmflasche warf er vorachtungsvoll auf den Boden und schmollte, aber als er die Lerngiraffe in den Händchen hielt, war seine gute Laune völlig wiederhergestellt. Wer selbst Kinder hat, weiß seine Reaktion einzuschätzen, wir haben herzlich gelacht! Victors Tante Martha strahlte vor Stolz und Glück, dass ihr kleiner Schützling Hilfe aus Deutschland bekommt. Natürlich hatten wir auch mehrere Dosen seiner Spezialnahrung mitgebracht. Auf dem Foto ist Victor in seiner ganzen Pracht mit seiner neuen Kleidung zu sehen.
Mein Sohn Maximilian, 14 Jahre alt, war mit in die Slums gekommen und freute sich riesig, als er Victor in seinen neuen Sachen sah. das umziehen ging natürlich auch nicht ganz ohne Protest vonstatten… herrlich! Für deutsche Kinder ist es viel selbstverständlicher, öfter etwas Neues zu bekommen, aber namibische Kinder tragen fast ausschließlich Gebrauchtkleidung. Für Maximilian war es eine tiefgreifende Erfahrung, die Freude Victors mitzuerleben und er will unbedingt bei unserer nächsten Spendenaktion wieder dabei sein – mit seinen Sachen, die ihm zu klein geworden sind. Und für den gleichaltrigen Paulus hat Maximilian von seinem Weihnachtsgeld, dass seine deutsche Oma ihm schickte, ein Trimester Schulgeld bezahlt. Wenn diese Hilfsbereitschaft auch von anderen Kindern käme, vielleicht sogar von einer Schulklasse, könnten wir damit vor Ort noch viel mehr bewegen.
Aber in dem Paket, das Kirsten Mennenga nach Namibia gesandt und für das sie lange gesammelt hatte, war noch viel mehr. In Wirklichkeit waren es zwei große Pakete, in denen sich noch weitere Spielsachen für unsere Kinder in Okahandja verbargen. Und vor allem: Medikamente und Verbandszeug. Letztere haben unter anderem Prof. Dr. Bernd Bachmann-Mennenga und Dr. Günther Kohlbacher gespendet, auch ihnen ein ganz herzliches Dankeschön!
Da sich die meisten Menschen in Namibia mit Medizin nicht auskennen, habe ich Sylvia, meiner freien Mitarbeiterin in den Slums von Okahandja, Verbandszeug, Salben und Fiebermittel gegeben, da sie weiß, wie man damit umzugehen hat. Nun können „unsere“ Familien, wenn sie etwas benötigen, zu Sylvia gehen und sich im Krankheitsfall behandeln lassen. Kostenfrei, versteht sich. Auch die anderen Spielsachen aus den Paketen habe ich Sylvia übergeben, sie weiß, welche unserer Kinder in den Slums sie erhalten sollen.
Leider hatte ich diesmal nicht sehr viel Zeit, da wir uns noch im Umzug befanden, aber bei meinem nächsten Besuch bringe ich wieder mehrere Fotos und weitere Berichte mit, versprochen.
Herzliche Grüße aus Namibia
eure und Ihre
Konny von Schmettau


Liebe Konni,
entweder hat Victor schon riesengroße Füße oder die Schuhe sind noch ein bisschen zu groß … ;o)
Auf jeden Fall sieht er putzig aus mit seiner Baseballkappe, und die Lerngiraffe sieht ja toll aus, wo bekommt man denn sowas?
Danke für den schönen Bericht und herzliche Grüße,
Gaby
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Gaby Barg
Texterin * Autorin
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http://www.gabybarg.de
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77 schlechte Angewohnheiten der Männer
2004, Weltbild-Verlag
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>>> N E U !
Trackback von Gaby Barg 3. Mai 2007 10:10
Das ist ja interessant, ich stelle gerade fest, dass meine Signatur nicht blog-gerecht ist und am Ende abgehackt wird. Also, zweiter Versuch …
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Gaby Barg
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Der Chaos-Blog von Lucy Luciano:
www.successity.biz/ketchup/
Trackback von Gaby Barg 3. Mai 2007 10:13
Liebe Gaby,
du hast recht: die Füßchen passen noch nicht wirklich in die Schuhe, da muss er noch reinwachsen :-)
Sonnige Grüße aus Namibia
Konny
Trackback von Konny von Schmettau 3. Mai 2007 16:59