Charityblog von Konny von Schmettau

Das Namibia-Tagebuch von Konny von Schmettau

Weihnachten in den Armenvierteln Namibias

abgelegt unter Tagebuch von Konny @ Mittwoch, 10. Januar 2007 - 18.05 h

Weihnachten in den Armenvierteln Namibias

Weihnachten in den Armenvierteln Namibias. Es ist drückend heiß, das Thermometer erreicht bis zu 40 Grad im Schatten. Die Wege sind staubig. Barfuß suchen Kinder in Müllbergen nach Nahrung. Doch wer hier lebt, der wirft nichts Verwertbares weg. Zahllose Mütter und Großmütter leben hier mit ihren Kindern und Enkeln, viele von ihnen tragen das tödliche Virus in sich. AIDS, die Geisel Afrikas, hat die Elterngeneration erschreckend dezimiert, oft sind als einzige die Großeltern noch gesund und kümmern sich um ihre Enkelkinder. Doch Arbeit gibt es wenig und staatliche Unterstützung fehlt. Was bleibt, sind unsägliche Armut, Hunger, Durst, keine Schulausbildung für die Kinder, keine Krankenbehandlung. Wer keine Arbeit hat und keine Lobby, ist in dieser Welt verloren.

Bild_11.jpg
Child-Care-Afrika ist auch zu Weihnachten mit offenen Augen für die Ärmsten der Armen in den Slums unterwegs gewesen. Mit 350 kg Lebens- mitteln machten wir uns auf den Weg.

Bild_12.jpg
Sieben Kinder, ein Schicksal: Als AIDS-Waisen leben sie gemeinsam in einer kleinen Blechhütte und sind auf sich allein gestellt. Niemand kümmert sich um sie. Lebensmittel und Milch von Child-Care-Afrika bescherten ihnen ein glückliches Weihnach- ten ohne Hunger.
Wo Child-Care-Afrika auftaucht, kommen die Menschen zusammen und freuen sich über die unbürokratische Soforthilfe. Mütter und Kinder mit AIDS, Waisenkinder, schwangere Mädchen… 22 Familien konnten wir zu Weihnachten in den Slums von Okahandja mit Brotmehl und Kochöl, Zucker, Salz, Maismehl und Milch als wichtigsten Nahrungsgrundlagen beschenken. Dank europäischer Spenden können wir helfen. Aber noch stehen viele weitere Bedürftige auf unserer Liste. Sie alle zu versorgen, ist unser Ziel für 2007.

Bild_23.jpg polio.jpg_klein.jpg nadja.jpg
Clinton, 4 Jahre, AIDS-Waise, lebt bei Nachbarn. Nadja, 3 Jahre, lebt bei ihrer Großmutter und hat AIDS. Brian an seinem 5. Geburtstag: vermutlich durch Polio ist der Kleine körperlich und geistig behindert. Seine Mutter versorgt ihn und seine beiden Geschwister alleine. Diese Kinder brauchen dingend regelmäßige Unterstützung. Bitte helfen Sie uns helfen!

Bild_24.jpg
Paulus Zumbila, 14 Jahre (links; er lebt mit sieben anderen AIDS-Waisen zusammen) brachte uns zur Hütte seiner Tante, die Paulus` jüngeren Bruder Matthew, ihre kleine Tochter und den Großvater versorgt. Mit Schuhreparaturen ernährt der Großvater die Familie und versucht mühsam, das Schulgeld für seine Enkel zu erbringen. Child-Care-Afrika hilft mit Schulmaterialien. Momentan unterstützen wir 22 Familien in den Slums von Okahandja im Rahmen unserer Soforthilfe. Darunter sind 32 Schulkinder, fast alle AIDS-Waisen, die regelmäßig Schulgeld und -Materialien wie Hefte und Stifte benötigen sowie Schuhe und Kleidung. Die Not ist groß und wir hoffen, in Zukunft vielen weiteren Kindern und Müttern helfen zu können.

Derzeit entsteht mit unserer Unterstützung das “Okahandja Women Selfhelp Project”: Mütter und Großmütter stellen aus Lederresten, die uns die Firma Nakara großzügig spendete, Taschen her, deren Verkaufserlös unmittelbar in Schulgelder für AIDS-Waisen investiert wird.

Bild_31.jpg
Ein Leben im Müll, eine improvisierte Küche, eine Zukunft ohne Perspektive - Kinder in den Slums von Okahandja.


Die Witwe Martha Musuno hat den kleinen Victor Leevi aufgenommen, als dessen Mutter starb. Martha hat zwei eigene Kinder, die sie versorgen muss, doch den kleinen Leevi wollte sie auf keinen Fall seinem Schicksal überlassen. Da sie den 5 Monate alten Waisenjungen nicht stillen kann, kauft Child-Care-Afrika Babymilch.

Bild_36.jpg

“Unser schönstes Weih- nachtsgeschenk war die Freude der Menschen in den Slums!”

Child-Care-Afrika-Mitarbeiterinnen Maria Candido, Silvia Mubita und Konny von Schmettau.

Soforthilfe in den Slums: Hilfe, die ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.

noch keine Kommentare »

noch keine Kommentare

Kommentar abgeben


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

19 queries. 0.572 seconds.
Powered by Wordpress
Design Martina Wille